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FAQ

Häufig gestellte Fragen...

...zu den verschiedenen Klärsystemen

Wie ist eine Kläranlage prinzipiell aufgebaut?

Eine Kläranlage besteht immer aus mindestens 2 Teilen. Einer Vorklärung (sie scheidet die Grobstoffe/Fäkalien ab) und eine Biologie. Diese Biologie kann ein Pflanzenbeet, ein Tropfkörper, ein Wirbelschwebebett und noch viele andere Systeme darstellen.

Was ist ein SBR-System?

Vorklärung und Biologie sind strikt getrennt. Eine Pumpe/ein Heber holen sich Schmutzwasser aus der Vorklärung. Dort wird durch Belüftung gereinigt. Nach einer Absetzphase wird das Wasser nach draußen gepumpt/gehoben.

Was ist ein SBB- System?

Hier sind Vorklärung und Biologie nicht komplett getrennt. Die Belüftung findet auch im Bereich der Vorklärung statt. Es bildet sich ein „stabilisierter Schlamm“, der dazu führt, dass die Anlage nur in sehr langen Zyklen oder gar nicht entsorgt werden muss.

Einen deutlichen Vorteil hat das System bei Nachrüstungen. Eine Abtrennung einer Viertel- oder Halbkammer (wie sie bei SBR-Verfahren zwingend erforderlich ist) wird beim SBB-Verfahren nicht benötigt.

Zusätzlich ist eine sehr gute Unterlastfähigkeit gegeben.

...zur Nachrüstung eines bestehenden Behälters

Welche Voraussetzungen muss ein Behälter für eine Nachrüstung haben?

Der Behälter sollte genügend Volumen aufweisen. Eine 4 Personen Anlage sollte mindestens 3,5m³ Volumen besitzen (genaue Größe ist von dem verwendeten Rüstsatz abhängig)

Der Behälter sollte dauerhaft dicht sein. Ist der Wasserspiegel zum Beispiel immer unter der Unterkante des Auslaufrohres – so verschwindet das Wasser durch eine Undichtigkeit nach draußen.

Der Behälter sollte baulich in Ordnung sein. Ist die Trennwand zum Beispiel eingebrochen, bröckelig oder nicht mehr sichtbar/vorhanden – sind dies sehr negative Anzeichen.

Der Einstieg sollte möglich sein. Ein 60cm Loch (sog. Mannloch) sorgt dafür, dass der Baukörper bestiegen werden kann. In vielen Fällen ist es möglich die Nachrüstung innerhalb des Behälters zu verankern. Dazu ist der Einstieg notwendig.

Wer prüft die Dichtigkeit?

In vielen Fällen prüft ein Kanal/Abwasserunternehmen vor Ort die Dichtigkeit. Wir können dies auch vornehmen. Gerne erstellen wir Ihnen ein Angebot dafür.

Wichtig ist uns aber, dass Ihnen als Kunde nicht unnötig Kosten entstehen. Prüfen Sie deswegen zuerst die Punkte aus der vorangegangenen Frage (Voraussetzungen) wirklich ernsthaft ab. Sollte Ihre bestehende Grube hier einen oder mehrere Punkte nicht erfüllen, so raten wir ehrlich zu einem Neubau.

Es ist keinem ein Dienst getan, wenn Gruben in schlechtem Zustand saniert und nachgerüstet werden und in 5 Jahren wiederum nicht mehr dicht sind.

Die Dichtigkeit ist nur eine Momentaufnahme – eine Garantie für die Zukunft ist es nicht!

Welches System eignet sich besonders für die Nachrüstung?

Unserer Meinung nach ist das SBB-System der Favorit. Es kann gut an bestehende Verhältnisse angepasst werden. Beim Einbau müssen keine dichten Kammern für die Biologie geschaffen werden.

...zum Neubau von Kleinkläranlagen

Beton oder Kunststoff – was ist besser?

Jeder Baustoff hat seine Berechtigung. Wir sehen in den letzten Jahren jedoch eindeutig die Tendenz zum Kunststoff. Die Behälter sind stabil (z.B. Otto Graf GmbH, Kessel AG), dauerhaft dicht und leicht zu versetzen.

Eine Korrosion ist ausgeschlossen. Je nach Behältertyp und Größe sind die Behälter grundwassersicher und überfahrbar.

Viele Hersteller geben langjährige Garantien auf Kunststoffbehälter.

Was muss am Einbautag vorgesehen sein?

Bei Kläranlagen aus Beton muss der komplette Aushub fertig gestellt sein. Ein LKW bringt den Behälter. Teilweise ist auch ein versetzen der Betongrube in die Baugrube notwendig. Sollte dies nicht möglich sein muss ein Mobilkran die Behälter versetzen.

Bei Kunststoffbehältern kann der Anliefer- und Einbautag unterschiedlich sein. Die Anlieferung erfolgt nach Kauf. Der Bauunternehmer, der den Aushub besorgt, kann die Kunststoffkläranlage einfach mit seinem Bagger einsetzen. Nach dem Anschluss von Zu- und Ablauf kann der Behälter sofort wieder verfüllt werden. Einfach praktisch!